Zusammenarbeiten, auch wenn wir verschiedene Sprachen sprechen

Wer könnte mit wem zusammenarbeiten, wenn die gemeinsame Sprache nicht mehr die erste Voraussetzung wäre? Diese Frage beschäftigt mich. Und sie beschreibt ziemlich gut, was wir mit JotMe erreichen wollen.
KI kann inzwischen erstaunlich gut mit Grammatik und Formulierungen umgehen. Eine richtig übersetzte Aussage ist aber noch keine Gewähr dafür, dass wir auch dieselbe Sache verstehen. Dafür müssen wir oft wissen, um welches Projekt es geht, was bereits vereinbart wurde und was sich seitdem geändert hat.
Mit unserer neuen Website machen wir diese Richtung deutlich: Wir bauen JotMe zu einer Plattform aus, auf der Menschen über Sprachgrenzen hinweg gemeinsam arbeiten können.
Richtig übersetzt heißt noch nicht richtig verstanden
Übersetzungstechnologie ist seit Jahrzehnten verfügbar und hat große Fortschritte gemacht. Trotzdem hängt die Zusammenarbeit mit internationalen Kunden oder Kollegen oft noch an der Person, die die Sprache beherrscht und nebenbei dolmetscht. Wer sich sprachlich nicht sicher fühlt, kommt in manchen Gesprächen kaum zu Wort.
Ein Beispiel: Im Meeting fällt der Satz „Wir verschieben Atlas auf Freitag“. Die Übersetzung kann völlig korrekt sein. Aber was ist Atlas? Welcher Termin wird verschoben? Wer muss informiert werden? Für jemanden, der die Vorgeschichte kennt, ist der Satz eindeutig. Für eine neu hinzugekommene Kollegin möglicherweise nicht.
Übersetzte Untertitel sind deshalb nur ein Teil der Aufgabe. Entscheidend ist auch, ob alle anschließend mit demselben Verständnis weiterarbeiten können.
Was wir für die Arbeit wirklich verstehen müssen
Ein Produktname muss erkennbar bleiben. Ein Fachbegriff braucht die passende Bedeutung. Und eine Entscheidung aus dem letzten Meeting muss zum aktuellen Gespräch passen. Solche Zusammenhänge machen aus einzelnen Aussagen verwertbare Informationen.
Vielleicht kennen Sie das: Im Gespräch scheint alles klar, doch beim Lesen der Notizen ist plötzlich offen, wer einen Punkt übernimmt oder welche Frist eigentlich gemeint war. Bei unterschiedlichen Arbeitssprachen lassen sich diese Lücken noch schwerer schließen.
Mich interessiert, wie wir auf den sprachlichen Fähigkeiten der KI aufbauen und den nötigen Arbeitskontext von Mensch zu Mensch weitergeben können. Präzise Übersetzung soll nicht mit dem letzten Satz enden, sondern beim nächsten Arbeitsschritt helfen.
AI Memory bringt den Kontext ins Spiel
JotMe AI Memory bündelt relevanten Kontext aus Ihrer Arbeit auf der Plattform, um präzisere und hilfreichere Übersetzungen zu unterstützen. Auf der neuen Website zeigen wir drei Perspektiven darauf: Ihre Terminologie, das aktuelle Gespräch und Ihre bisherige Arbeit.
Ein konkretes Beispiel ist der mehrsprachige Chat. Das Gesprächsgedächtnis hilft, die Übersetzung am Thema des Verlaufs auszurichten. Nutzer können diesen gespeicherten Kontext selbst bearbeiten.
Über das benutzerdefinierte Vokabular lassen sich wichtige Namen und Fachbegriffe zusätzlich einordnen, soweit die jeweilige Funktion dies unterstützt. So kann die Übersetzung mehr berücksichtigen als nur die unmittelbar gesprochenen Wörter.
Dieses Verständnis wollen wir im Arbeitsalltag nutzbar machen: für einzelne Menschen, die ihre Aufgaben weiterführen, ebenso wie für Teams und Unternehmen, die sich untereinander abstimmen müssen.
Nach dem Meeting muss der Faden erhalten bleiben
Denken Sie an ein deutschsprachiges Team, das mit englisch- und französischsprachigen Kollegen eine Präsentation vorbereitet. Im Meeting werden Inhalt und Zuständigkeiten geklärt. Bei der Veranstaltung verfolgen die Teilnehmer das Geschehen in ihrer Sprache. Danach prüft das Team Transkript und Notizen, teilt die Ergebnisse und plant weiter.
Ob Sprache oder Ansprechpartner wechseln: Es sollte nachvollziehbar bleiben, um welches Vorhaben es geht, was beschlossen wurde und was als Nächstes ansteht. Nur das Meeting zu verstehen reicht für diese Zusammenarbeit nicht aus.
Darum bündelt JotMe Live-Übersetzung, mehrsprachige Nachrichten, Meeting-Notizen, Dateiübersetzung und Spracheingabe auf einer Plattform. Jede Funktion unterstützt eine andere Situation. Ihr Zusammenhang macht den gesamten Arbeitsablauf wertvoller.
Welche Sprachen verfügbar sind, hängt von Funktion und Modus ab. Den aktuellen Umfang finden Sie im Sprachleitfaden.
Was wäre möglich, wenn jeder in mehr als 200 Sprachen arbeiten könnte?
Welche Zusammenarbeit würde daraus entstehen? Eine Fachkraft könnte ihr Wissen in der Sprache einbringen, in der sie sich am besten ausdrückt. Ein Unternehmen könnte mit Kunden sprechen, die es bisher nur schwer erreicht. Im Meeting kämen vielleicht Ideen zur Sprache, die sonst unausgesprochen bleiben.
Fremdsprachen zu lernen bleibt wertvoll. Aber gute Fachkenntnisse sollten nicht erst dann nutzbar werden, wenn jemand zusätzlich eine bestimmte Sprache beherrscht.
Ich halte die Weitergabe von Kontext für ein lösbares Problem, dessen Lösung sich auf mehr Menschen und Arbeitsabläufe ausweiten lässt. Mehrsprachige Arbeit ist heute für viele Organisationen noch schwer umzusetzen. Eine Plattform kann ihnen Möglichkeiten eröffnen, die bisher zu aufwendig waren.
Was Menschen daraus machen, können wir nicht vollständig vorhersagen. Genau das begeistert mich: Wir schaffen die Grundlage, und die Nutzer entdecken Anwendungen, die weit über unsere Pläne hinausgehen.
Unsere Richtung steht fest, die Arbeit geht weiter
Die neue JotMe-Website zeigt, wohin wir wollen: zu einer Plattform für sprachübergreifende Arbeit, mit AI Memory im Mittelpunkt.
Es bleibt viel zu entwickeln. Wir verbessern Genauigkeit und Zusammenhang dort, wo Menschen tatsächlich zusammenarbeiten, Gespräch für Gespräch und Ablauf für Ablauf. Wenn JotMe für Sie bisher nur ein weiterer Übersetzungsdienst ist, achten Sie auf unsere nächsten Veröffentlichungen.
Dabei geht es uns um mehr als den Erfolg von JotMe. Wir wollen, dass Menschen ihre Ideen und Fähigkeiten einbringen können, die bisher durch Sprachbarrieren ausgebremst wurden.
Schauen Sie sich die neue Website an und diskutieren Sie mit uns auf X oder LinkedIn.




